Den Sturm überstanden

Ende April sind wir von Zürich nach Bergen gereist um die Segelsaison auf unserer lange ersehnten Saphir zu starten.

Das Wort „Bergen“ enthält alle Buchstaben von „Regen“. Und das war es was uns dort empfing. Ein Nacht im Hotel und dann mit 4 Taschen á 22 kg plus Rucksäcke auf die Fähre nach Aksoy.

Dort lag die Saphir bereits im Wasser und sollte zu einem Jumpstart vorbereitet sein.

Das einzige, was noch fehlte war die Halterung für die Starlink – unsere Elon Musk – Internetverbindung mit der Welt. Es wird auch in Spitsbergen funktionieren und uns somit auch dort erlauben die fast täglichen Videokonferenzen abzuhalten.

Starlink ist schon erstaunlich: Auspacken, einstecken, surfen. Das Ganze dauert keine 10 Minuten. So wie man es sich wünscht.

Aus Edelstahl eine sturmsichere Halterung

Die Antenne richtet sich selbst nach dem besten Satellitenempfang aus und man etabliert eine Internetverbindung mit bis zu 150 Mbits/sec. Das Ganze funktioniert sogar wenn wir segeln.

Dann könnte es losgehen, eigentlich. Tatsächlich stellen wir beim Ablegen fest, dass unser Bugstrahlruder nur nach einer Seite geht. Ein Relais ist kaputt und muss in England per Express bestellt werden. Das dauert trotzdem, denn wir sind Anfang Mai und ein Feiertag jagt den nächsten. So müssen wir einige Tage in Bergen verbringen. Im alten Hafen der Hanse. Es ist sommerlich warm, die Menschen genießen das Wetter. Alle sind bis spät in die Nacht draußen. Viele Yachten (allerdings meistens Motoboote) liegen bereits im Päckchen.

Wir stellen fest, dass auch unsere Waschmaschine über Winter den Geist aufgegeben hat. Am Wassereinlass hat es die äußere Trommelschale gesprengt – vielleicht ein Frostschaden. Wir werden sie tauschen müssen, aber erst zum nächsten Jahr. Bis dahin nutzen wir die Waschgelegenheiten in den Marinas. Norwegen ist damit bestens ausgestattet.

Und dann geht es los. Gleich eine Nacht auf See. Wir haben guten Wind, am Anfang noch für unser buntes Gennaker. Doch später hängen wir bei bis zu 28 Knoten lieber hinter der Genua. Der Wind bringt uns bis Alesund.

Unter Gennaker

Das Wetter bleibt genial gut. Ein schöner Sommertag jagt den nächsten. Das ist unerwartet wunderbar, eigentlich. Tatsächlich vertreiben diese Tage den Wind. Es ist meist völlig windstill und wir motoren einiges um weiter nach Norden zu kommen. Ende Mai wollen wir in Tromsø sein.

Die See, flach wie ein Bügelbrett
Die Seestiefel werden nicht gebraucht

Wir haben noch eine gute Strecke vor uns bis wir im Norden von Norwegen sind und den Sprung nach Svalbard wagen können. Die gute Nachricht: Svalbard ist im Westen nahezu eisfrei.

Am Samstag erwarten wir guten Wind um bis zu den Lofoten zu kommen.

Das erste Drittel ist geschafft

Und der Sturm? Letztes Wochenende gab es einen so außergewöhnlich starken Sonnensturm, dass die Polarlichter sogar in Deutschland zu sehen waren. In Norwegen konnten wir sie nicht sehen, die Nächte sind zu kurz und es wird auch nicht mehr richtig dunkel. Ab Samstag haben wir bis Anfang August 24-Stunden-Tage.

Sonnenstürme machen Elon Musks Starlink-Satelliten zu schaffen. Sie drücken sie Richtung Erde. Die Satelliten haben dann alle Hände voll zu tun um ihre Umlaufposition zu halten. Wenn das nicht gelingt, fällt Internet und GPS aus oder wird zumindest beeinträchtigt. Über solche Schwierigkeiten haben wir gelesen. Die Saphir hat, wie nicht anders von ihr zu erwarten, auch diesen Sturm mit Bravour abgewettert. Keine Ausfälle bei uns.

Ein Kommentar zu “Den Sturm überstanden

  1. Hallo Klaus und Katrin,

    <

    div>schön dass es bei Euch wieder losgeht. Ich wünsche Euch viel Freude bei Eurer Tour

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