Papa Negra

Ich muss unbedingt die (!) kulinarische Entdeckung des Jahres 2017 kund tun.

Auf den Märkten der Kanarischen Inseln gibt es kleine schwarze, völlig verhutzelte Kartöffelchen zu kaufen. Alleine schon wegen ihres Aussehens wären wir nie auf die Idee gekommen sie zu kaufen und zu kochen. In einem guten Restaurant, dem „San Sebastian 57“ in Santa Cruz, wurden wir aufgeklärt: die Papa Negras sind eine Spezialität der Kanarischen Inseln. Einmal gekostet und man wird den intensivsten aller Kartoffelgeschmäcker nie wieder vergessen. Sie schmecken unvergleichlich gut. Es sind mit Abstand die besten Kartoffeln (und vielleicht auch die hässlichsten) die wir je gegessen bzw. gesehen haben.

Nun kochen wir sie mit Leidenschaft gerne. Sie haben es sofort unter die Top 5 der beliebtesten Gerichte auf der Saphir geschafft. Und dabei ist die Konkurrenz außerordentlich stark. Auf den Kanaren werden sie typischerweise mit „Mojo“ serviert, einer Art Mayonnaise. Mojo lassen wir weg, wir haben unser eigenes Rezept zusammengestellt, das wir Euch unbedingt empfehlen, es auszuprobieren. In Deutschland gibt es die Papa Negras während der Saison von September bis Mai über das Internet (nicht bei Amazon!) beim Kartoffel-Müller in Ulm zu kaufen.

Hier das Rezept für 2 Personen:

Ca. 30 kleine Papa Negra in den Kochtopf, 60-80 gr Meersalz, Wasser auf 2/3 Kartoffelhöhe aufgießen. 20 Minuten köcheln lassen, dabei ein gefaltetes Geschirrtuch zwischen Topf und Deckel legen, nach 20 Minuten Wasser abgießen und den Topf zurück auf die (kleinere) Flamme stellen und solange kochen bis alles Wasser verdampft ist. Die Kartoffeln werden dabei etwas runzlig und sind mit einer weißen Salzschicht überzogen. Jetzt sind sie bereit. Unbedingt mit Schale essen!!!

Dazu machen wir eine Avocado-Creme: 1-2 reife Acovcado, 1-2 Frühlingzwiebel (in Gourmet-feinen Würfeln, Kantenlänge 2mm), etwas geriebenen Ingwer, gepressten Knoblauch, 1 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer. Alles mit einer Gabel sanft zur Creme zerdrücken. Geht gut zu machen während die Kartoffeln kochen.

Fast zuletzt nehmen wir noch ein paar Scheiben besten Iberico-Schinken (den vom schwarzen Iberico-Schwein). Vorsicht Kostenfalle, denn den gibt es in den Preisen von 10-200 Euro pro Kilo.

Dazu passt ein Ribeiro del Duero aus der Tempranillo-Traube. Hier ist es Muga Reserva, aber unbedingt auch zu empfehlen, wenn man es (noch) besser mag einen Aalto oder sogar einen Alion.

Und weil das Wetter gut ist, werden wir morgen, Mittwoch 10. Januar 2018, die Marina Santa Cruz de Tenerife verlassen und in 6-7 Tagen nach Mindelo auf den Kapverdischen Inseln segeln!

7 Gedanken zu “Papa Negra

  1. BOH! Da wird man glatt neidisch! Diese Kartöffelchen würde wahrscheinlich sogar mein empfindlicher Bauch vertragen. Habt weiter eine schöne Zeit! LG Karin

  2. Hört sich fein an! Euch eine gute Überfahrt und gesunde Rückkehr!

  3. Isabel Trautwein

    mmmmmmmmmmm.

    Die Avocado creme gibt es gleich heute bei uns mit kartoffelo normalo.

    Gute Fahrt, ihr beiden!!

    Eure Isabel

  4. Lutz Schirmer

    Ich freue mich immer auf Eure neuen Erlebnisse so kommt man dem grauen Berlin für kurze Zeit entfliehen. Viele Grüsse Lutz

  5. Lutz Schirmer

    Ich freue mich immer auf Eure neuen Erlebnisse so kann man dem grauen Berlin für kurze Zeit entfliehen. Viele Grüsse Lutz

  6. Hört sich so lecker an, dass mir das Wasser im Munde zusammengelaufen ist. Gute Fahrt, fair Winds und
    Handbreit
    Ralf

  7. Hört sich viel zu gut an: die Kartoffeln sind schon ausverkauft! Für uns bleibt es also bei dem Wein und der Freude an euren Bericht. Gute fahrt und herzliche Grüße von Manfred und Donata

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