24.00 – 0.00

Unser Nächte sind kurz. Wir sind über dem Polarkreis und die Sonne will nicht mehr untergehen. Wir verlieren jegliches Zeitgefühl. Wir schauen nun öfter auf die Uhr und entscheiden nach der Uhrzeit zu essen oder schlafen zu gehen.

Wir sind schon weit, aber noch lange nicht am Ziel

Das Wetter ist zum Eierlegen. Es regnet praktisch jeden Tag seit wir in Schottland abgelegt haben. Unsere Sehnsucht nach Sonne (und ein bisschen Wärme) ist groß und wurde erst in den letzten beiden Tagen zufriedengestellt. Aber dann ist die Landschaft überwältigend und großartig. Es ist als segelte man an einer endlosen Ketten eines Hochgebirges entlang. Schneebedeckte Gipfel (um die 1.000m hoch), Gletscher und türkisgraues, klares Wasser.

Unser letzter Hafen in Schottlands äußerster Nordostspitze war Wick. Entgegen den ursprünglichen Plänen setzen wir von dort aus direkt nach Florø/Norwegen über. Die Orkneys und Schottland waren mit den gegebenen Wetterfenstern zeitlich nicht zu erreichen.

John o‘Grouts: This is not the end of the world. It is the beginning of the hell.

Seither dödeln wir von einer kleinen Stadt oder einer kleinen Marina an Norwegens Küste entlang. Überall gibt es Anlegestege, Strom und Wasser. Es ist ein Segeln in der Zivilisation, so ganz anders als das was wir letztes Jahr in Labrador und Grönland erlebt haben.

Am Anfang eines Pantoon gibt es eine kleine Box, in die man einen kleinen Geldbetrag für die Benutzung einwirft. Ein System des Vertrauens, das hier ganz offensichtlich perfekt funktioniert.

In voller Montur bereit zum Sgeln

Keine kleinen Beträge kostet allerdings das sonstige Einkaufen oder Restaurantbesuche. Wir sind von der Schweiz bereits einiges gewohnt, aber Norwegen legt noch eine große Schippe drauf.

Hier gibt es übervolle Supermärkte, köstliches Wasser aus dem Hahn am Pantoon, die Menschen sind freundlich und fröhlich.

Am Pantoon in Myken

Jetzt liegen wir am Steg der kleinen Insel Myken und warten das morgige Wetterfenster ab um die Überfahrt zur Südwestspitze der Lofoten zu machen.

Eher selten sind diese starken Winde, meist sind sie eher zu schwach um anständig zu segeln

Für den Rest der Woche ist Sonne pur angesagt.

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